Zuerst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass das Fazit meiner jeweiligen Rezension meine Meinung kompakt und abschließend zusammenfasst. Wer sich also nur einen kurzen Überblick verschaffen möchte, dem empfehle ich, dieses zu lesen. Da andere Plattformen aber “Sternebewertungen” fordern, ist auch eine solche meinem Fazit beigefügt.

Das bedeuten meine Bewertungen…

 

5Sterne
Ein absolutes Lieblingsbuch!

4Sterne
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es gibt kaum etwas auszusetzen und ich würde es jedem empfehlen.

3sterne
Das Buch war gut. Ich bereue es nicht, es gelesen zu haben, aber es war auch nichts Besonderes.

2sterne
Das Buch hat mir nicht gefallen. Es hatte zwar vielleicht ganz gute Ansätze aber im großen und ganzen, würde ich es niemandem empfehlen.

1stern
Verschwendete Lebens(Lese-)zeit, ich habe das Buch abgebrochen oder mich nur hindurchgequält. Es gibt nichts, das mir an diesem Buch gefallen hat.

Für meinen Blog werde ich zudem die Halbe-Stern-Möglichkeiten beibehalten, die eine weitere Abstufung innerhalb einer ganzen Stufe ermöglichen. Auf anderen Plattformen, werde ich diese dann entsprechend auf die nächste Ganze-Stern-Stufe abrunden.

Außerdem habe ich mir noch ein kleines Extra ausgedacht, welches ich meinem Fazit hinzufügen möchte und zwar „weitere Empfehlungen“ im Stil von Amazons „Kunden die das kauften, kauften auch…“.
Dabei werde ich euch ähnliche Bücher vorschlagen, die mir genauso gut, besser oder weniger gut gefallen haben, um einen Vergleichswert zu schaffen und zusätzliche Empfehlungen auszusprechen.


In meinen Rezensionen und Bewertungen orientiere ich mich weiterhin meist an folgenden Punkten, die ich ursprünglich alle einzeln mit Sternen bewertet und daraus dann eine Gesamtbewertung gezogen habe.

1. Der erste Eindruck

Gemeint ist das Bauchgefühl, welches ich direkt nach dem beenden des Buches hatte. Die Bewertung, die man dem Buch einfach vom Gefühl her geben möchte, ohne länger darüber nachzudenken.
Das kennt jeder: Entweder man ist richtig traurig, dass das Buch schon vorbei ist und weiß gar nicht, wie man jetzt wieder in die Realität zurückfinden soll, oder man kann es gar nicht erwarten, endlich auf der letzten Seite anzukommen, weil es sich zieht wie Kaugummi, das Buch wegzulegen und möglichst schnell ein besseres anzufangen. Dann gibt es auch Bücher, die sind zwar anstrengend zu lesen und man weiß trotzdem schon, dass man sich gerade durch ein richtiges Meisterwerk gekämpft hat, fühlt sich erschöpft, aber irgendwie erfüllt. Und dann sind da natürlich auch immer wieder Bücher, bei denen man zwischendurch aufgibt und sich auch ziemlich sicher ist, dass man sie so schnell nicht wieder anfassen wird, es sei denn, um sie von der hintersten Ecke des Regals in einen Karton mit aussortierten Büchern zu packen.

2.  Die Story

Jetzt geht’s ins Detail. Nach dem ersten Eindruck gucke ich mir die Geschichte etwas genauer an. Ist die Geschichte für mich logisch und in sich schlüssig? Behandelt das Buch ein wichtiges Thema? Regt sie zum Nachdenken an? Ist die Story originell oder hat man sie in ähnlicher Ausführung schon tausendfach gelesen? Oder macht sie vielleicht einfach Spaß?

3. Die Charaktere

Dieser Punkt schließt für mich direkt an die Bewertung der Geschichte an. Sind die Charaktere interessant und authentisch? Kann ich sie mir gut vorstellen? Passen sie in die Story? Sind die Charaktere etwas Besonderes oder erinnern sie sehr stark an Figuren aus anderen Büchern?
Bei dieser Bewertung geht es nicht darum, ob ich die Charaktere sympathisch finde oder nicht- diese Einschätzung gehört für mich wieder eher zum Punkt Erster Eindruck/Bauchgefühl. Richtig gut erarbeitete, glaubwürdige Charaktere sind meiner Meinung nach häufig echte Kotzbrocken, Zimtzicken und finstere Gestalten, mit denen man privat nicht unbedingt zu tun haben möchte, die aber oft die Grundlage für eine richtig gute Geschichte sind. Schlechte Bewertungen gibt es von mir eher, wenn es den Charakteren an Substanz fehlt, die „Figuren“ also sozusagen gar keinen richtigen „Charakter“ haben oder wenn ich den Charakteren nicht abkaufe, dass sie mit ihrem Charakter, so handeln würden, wie sie es im Buch tun.

4. Die Erzähltechnik

Hier schaue ich mir an, ob das Buch spannend war, welche Techniken der Autor benutzt um den Leser zu fesseln und ob er alle wichtigen Szenen gut und ausführlich beschreibt oder ob bestimmte Punkte zu kurz kommen oder unnötige Passagen zu sehr in die länge gezogen werden. Auch ein wichtiger Aspekt der hier betrachtet wird, ist die Erzählsituation. Aus wessen Sicht wird geschrieben? Gibt es wechselnde Erzähler? Begleiten wir einen Protagonisten oder gibt es wechselnde Personen, aus deren Sicht erzählt wird? Gibt es sogar mehrere Orte? Ist die jeweilige Erzählsituation gut umgesetzt oder gibt es z.B. einige zu lange irrelevante Passagen z.B. innere Monologe oder sind diese zu kurz, um die Gefühlssituation der Person nachvollziehen zu können oder sich einen Ort gut Vorstellen zu können? Kommen bei wechselnden Protagonisten wichtige Personen in der Erzählung zu kurz?

5. Der Schreibstil

Dies ist ein Punkt, den ich bei den Büchern, die ich auf Englisch lese besonders kennzeichnen muss.

Hier geht es mir vor allem um ein lebendiges Erzählen. Kann ich dem Autor gut folgen, mir die Situationen, Charaktere und Orte bildlich vorstellen? Ist die Wortwahl abwechslungsreich oder wiederholt sich der Autor oft bei Beschreibungen. Nutzt er vielleicht schöne sprachliche Bilder oder kommt mir der Schreibstil einfach plump und unüberlegt vor (Anmerkung: auch ein eher „plumper“ oder nüchterner Schreibstil kann meiner Meinung nach gut und sogar wohl überlegt sein, wenn er zur Geschichte und den Charakteren passt)?

6. Titel und Cover

Titel und Cover eines Buches tragen bei mir sehr stark zur Kaufentscheidung bei. In diesem Punkt bewerte ich einerseits, ob diese ansprechend sind und andererseits, ob sie zur Geschichte passen.

7. Die Aussage 

Hat das Buch eine gute oder interessante Aussage? Dieser Punkt knüpft für mich direkt an die Bewertung der Story an. Welche Relevanz hat das Thema des Buches und wie lautet die Aussage dazu? Bewegt mich die Geschichte? Regt sie zum Nachdenken an? Wird diese durch die Charaktere, den Schreibstil, die Erzählform unterstützt?

 

 

Hier findet ihr nähere Infos zu meinem alten Bewertungssystem, von welchem ich mich nach langem Überlegen – festgehalten in diesem Beitrag – verabschiedet habe.

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