In der letzten Zeit habe ich einige Beiträge zum Thema “Bewertungssytseme” und “Buchbewertungen” gelesen. In einigen ging es darum, dass einfache “Sternebewertungen” den Büchern nicht gerecht werden.
Seit einiger Zeit schon mache ich mir nun auch Gedanken zu dem Thema und möchte diese heute mal zusammenfassen und euch im Anschluss mein neues Bewertungssystem, welches ich als Ergebnis daraus entwickelt habe, vorstellen.

Bevor ich diesen Blog gestartet habe, habe ich Bücher nur auf GoodReads anhand der möglichen zu vergebenen 5 Sterne bewertet und hin und wieder auch ein kleines Fazit  bei Instagram gepostet.
Dabei hatte ich eben auch immer dieses Gefühl: “Irgendwie reicht das nicht…”.

Mein altes Bewertungssystem

Deshalb habe ich mir auch, bevor ich hier meine erste Rezension veröffentlicht habe, ein, wie ich damals dachte ganz besonders ausgeklügeltes, Bewertungssystem überlegt…wie gesagt, das dachte ich zumindest zu dem Zeitpunkt.
Seitdem ist nun über ein halbes Jahr vergangen und ich bin zunehmend unzufrieden mit diesem System.

Ich hatte mir damals sieben verschiedene Kategorien überlegt, die ich einzeln bewerten und aus denen am Schluss der Durchschnitt die Gesamtbewertung ergeben sollte.
Gut an dieser Lösung finde ich weiterhin, dass man nicht nur nach dem ersten Bauchgefühl bewertet, was mich an Sternebewertungen à la Goodreads immer etwas gestört hatte. Was mich jedoch so enorm stört, dass ich dieses System nicht weiterhin benutzen möchte ist, dass eine fehlende Gewichtung der bewerteten Kategorien oft zu einem für mich gefühlt verfälschten Ergebnis führt. Als kleines Beispiel: In einem Buch ist der Schreibstil wunderschön, die Geschichte aber so unglaublich langweilig, dass ich es kaum weiterlesen möchte. Das Bewertungssystem würde am Schluss zu einer mittelmäßigen Bewertung führen, obwohl ich das Buch absolut nicht mochte (nur eins von vielen Beispielen).
Was mich ebenfalls stört ist, dass sich die Bewertungen durch die vielen bewerteten Punkte oft nur minimal voneinander unterscheiden.
Wenn man sich meine Fazits jedoch dazu ansieht, kann es sein, dass mir ein Buch mit 4,2 Sternen unglaublich gut gefallen hat, ich an einem mit 3,7 Sternen hingegen unglaublich viel auszusetzen hatte. Gerundet ergibt das bei Goodreads jedoch bei beiden 4 Sterne.

Als ich dann gemerkt habe, dass z.B. die beiden Bücher von Juli Zeh, die ich im Januar gelesen habe, durch mein Bewertungssystem beide auf “gerundete” vier Sterne kamen, obwohl mir Unterleuten viel besser als Leere Herzen gefallen hat, wusste ich, dass ich etwas ändern muss.
In meinen Rezensionen orientiere ich mich ja sowieso an den bisher einzeln bewerteten Punkten und bewerte diese ohne ihnen eine Sternebewertung verpassen zu müssen.
Meiner Meinung nach sollte das Fazit zudem der wichtigste Teil der Rezension sein, zu dem man direkt springen kann, ohne die ganze Rezension gelesen zu haben und der einem einen Gesamteindruck, sowie eben eine abschließende Bewertung verschafft. Diesem Anspruch habe ich bisher auch versucht in meinen Rezensionen gerecht zu werden.
Dennoch finde ich auch eine abschließende Sternebewertung, die dem Fazit entspricht, schön und möchte diese weiter beibehalten, alleine aus dem Grund, weil ich Bücher auch weiterhin auf anderen Plattformen bewerten möchte. Und wenn ich ein Buch mit vier Sternen auf Goodreads bewerte, warum sollte diese Bewertung dann nicht auch auf meinem Blog zu lesen sein…

Bei den Sternebewertungen muss ich nun allerdings auch ein einen anderen Maßstab setzen. Gehörten bisher Bücher mit 3,5 Sternen zu den meiner Meinung nach schlechteren Büchern, so müssten sie ja strenggenommen schon überdurchschnittlich gut sein. Daran möchte ich mich jetzt mehr orientieren, da eine 5-Sterne-Bewertung ja sonst kaum eine Bedeutung mehr hat.

Das bedeutet:

5Sterne
Ein absolutes Lieblingsbuch!

4Sterne
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es gibt kaum etwas auszusetzen und ich würde es jedem empfehlen.

3sterne
Das Buch war gut. Ich bereue es nicht, es gelesen zu haben, aber es war auch nichts Besonderes.

2sterne
Das Buch hat mir nicht gefallen. Es hatte zwar vielleicht ganz gute Ansätze aber im großen und ganzen, würde ich es niemandem empfehlen.

1stern
Verschwendete Lebens(Lese-)zeit, ich habe das Buch abgebrochen oder mich nur hindurchgequält. Es gibt nichts, das mir an diesem Buch gefallen hat.

Für meinen Blog werde ich zudem die Halbe-Stern-Möglichkeiten beibehalten, die eine weitere Abstufung innerhalb einer ganzen Stufe ermöglichen. Auf anderen Plattformen, werde ich diese dann entsprechend auf die nächste Ganze-Stern-Stufe abrunden.

Außerdem habe ich mir noch ein kleines Extra ausgedacht, welches ich ab jetzt meinem Fazit hinzufügen möchte und zwar “weitere Empfehlungen” im Stil von Amazons “Kunden die das kauften, kauften auch…”.
Dabei werde ich euch ähnliche Bücher vorschlagen, die mir genauso gut, besser oder weniger gut gefallen haben, um einen Vergleichswert zu schaffen und zusätzliche Empfehlungen auszusprechen.

 

Was ist euch bei Bücherbewertungen besonders wichtig? Was habt ihr für ein Bewertungssystem?

 

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