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[Rezension] “Der Ernährungskompass – Das Kochbuch” von Bas Kast

Nachdem ich im März bereits den Ernährungskompass von Bas Kast gelesen hatte und absolut begeistert war, wollte ich natürlich auch wissen, ob das dazugehörige Kochbuch, welches im Februar erschien, ebenfalls meinen Erwartungen gerecht wird. Mit seinem Ernährungskompass zeigt Bas Kast nämlich, dass gesunde Ernährung eigentlich ganz einfach ist und man sich keiner strengen Diät unterwerfen oder aufwendige Menüs zaubern muss, um ein paar Pfunde zu verlieren und Krankheiten vorzubeugen. Dementsprechend habe ich natürlich auch einfache alltagstaugliche Rezepte erwartet.

Ich muss vorwegnehmen, dass ich eigentlich gar kein Kochbuch-Fan bin. Ich koche zwar sehr gerne, aber vor allem dann wenn ich Hunger habe und dann soll es natürlich auch schnell gehen. Außerdem mag ich es nicht mich absolut an Rezeptvorgaben halten zu müssen, sondern würde mich eher als Frei-Schnauze-Köchin bezeichnen. Ein Kochbuch muss für mich also einfache und schnelle Rezepte beinhalten, die sich auch gut abwandeln lassen, denn nichts finde ich nerviger, als ein Rezept für ein interessantes Gericht zu finden und dann nicht mal zu wissen, wo ich bitte die tausend ausgefallenen Zutaten herbekommen soll.

Kichererbsencurry mit Karotten

Das Ernährungskompass-Kochbuch kommt meinen Wunsch-Kochbuch-Kriterien allerdings sehr nahe.

Besonders schön finde ich, dass der Autor am Anfang nochmal die wichtigsten Punkte des Ernährungskompasses aufgreift und eine Kompassampel einführt, die kurz und kapp zusammenfasst, welche Lebensmittel schützend, neutral oder schädlich sind. Zum Schluss erläutert er auch nochmal, wie sich sein Leben durch die Ernährungsumstellung verändert hat.

Das Kochbuch gliedert sich dann in Rezepte für morgens, mittags und abends. Denn wie wir aus dem Ernährungskompass gelernt haben, kommt es nicht nur darauf an, was wir essen, sondern auch darauf, wann wir was essen!

Auberginenragout in Tomatensauce mit Gewürzreis und Limetten-Joghurtdip

Insgesamt habe ich bisher vier Rezepte ausprobiert und alle waren super einfach, sehr schnell fertig gezaubert und sind richtig lecker geworden.
Bei allen Rezepten (außer dem Vollkornbrot – da ich zum ersten Mal Brot gebacken habe, habe ich mich da nicht getraut, großartig hrumzuexperimentieren) habe ich auch die ein oder andere Zutat weggelassen oder durch andere ersetzt, da ich gerade nicht alles da hatte und keine Lust hatte nochmal einkaufen zu gehen. Sie sind trotzdem gut geworden!
Schön finde ich auch, dass es sich bei den Rezepten nicht nur um große, aufwendige Gerichte handelt, sondern es teilweise auch einfach nur Essens-Ideen sind, für die man gar nicht großartig kochen muss, die aber nach dem Ernährungkompass für die jeweilige Tageszeit sehr geeignet sind: Wie z.B. Das Vollkornbrot mit Avocado und Ei zum Frühstück.

Das Vollkornbrot à la Bas – das wird jetzt definitiv regelmäßig gebacken. Sehr lecker!

Daneben beinhalten fast alle Frühstücksrezepte Joghurt, was ich sehr toll finde, da dieser seit dem Ernährungskompass sowieso bereits 80% meiner Frühstücke ausmacht und ich somit nun die verschiedenste Varianten ausprobieren kann.

Zwar kein Rezept aus dem Buch, enthält aber laut “Kompassampel” nur gute Zutaten. Mein Lieblingsfrühstück!

Die Mittagessen-Rezepte sind da schon etwas aufwendiger, aber immer noch gut machbar. Von den Abendgerichten habe ich bisher noch keins ausprobiert, sie beinhalten aber viele einfache Salate mit interessanten Saucen oder Ofengemüse mit Dips und viel Fisch- bzw. Meeresfrüchte. Vielleicht sollte man diejendigen warnen, die keinen Fisch mögen, denn dieser kommt wirklich in sehr vielen Gerichten vor.
Obwohl ich mich aber selbst vor dem Ernährungskompass wirklich nicht als Fisch-Fan bezeichnet habe muss ich sagen, dass neben dem Vollkornbrot, das Rezept für Nudeln mit Lachs-Spinat-Sauce bisher mein absoluter Favorit war! Das war auch so schnell weg, dass ich ganz vergessen habe ein Foto davon zu machen.

Linsenbolognese auf Zucchininudeln

Tatsächlich kann ich nur wenig Negatives an diesem Kochbuch finden. Die einzige Kritik ist, dass die Fotos – die immer den gesamten Hintergrund der jeweiligen Seite einnehmen. Oft nicht das fertige Gericht sondern nur einzelne Zutaten zeigen. Sie sind sehr schön und das gesamte Buch ist sehr geschmackvoll gestaltet, aber mir fehlt eben oft ein Foto, das mir zeigt, dass das, was ich gekocht habe auch tatsächlich so aussehen soll… Und da das Auge ja bekanntlich mit isst, würde ich vor allem nach dem Aussehen eines fertigen Gerichts entscheiden ob ich es kochen möchte oder nicht.
Während bei den Frühstücksrezepten explizit angeführt ist, dass sich die Mengenangaben auf eine Mahlzeit für eine Person beziehen, fehlt bei den Mittags- und Abendessenrezepten leider eine Portionsangabe. Wir konnten zu zweit jeweils mehrere Portionen essen und hatten so fast immer für zwei Tage etwas davon.

Ich kann dieses Kochbuch wirklich wärmstens empfehlen. Es beinhaltet abwechslungreiche, einfache und gesunde Gerichte. Die Kapitelaufteilung nach morgens, mittags und abends vereinfacht einem die Auswahl noch einmal zusätzlich. Zudem bekommt man, auch ohne den Ernährungskompass zuvor gelesen zu haben einen guten Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse, die Bas Kast bei seiner Recherche zusammenstellen konnte. Anders herum gibt einem jedoch auch Der Ernährungskompass schon sehr gute Richtlinien für eine gesunde Ernährung, sodass man damit auch selbst gut Rezepte kreiren kann. Er liefert zudem natürlich deutlich vertieftere Ernährungswissenschaftliche Grundlagen. Zu meiner Rezension gehts hier.

Ich möchte an dieser Stelle dem C.Bertelsmann Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars danken!

Angaben zum Buch // Werbung

Titel: Der Ernährungskompass – Das Kochbuch
AutorIn: Bas Kast in Zusammenarbeit mit Michaela Baur
Verlag: C. Bertelsmann
erschienen am: 25.02.2019
Seiten: 224
ISBN: 978-3570103814
Preis: 22,00€

Hier geht’s zum Buch!



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4 thoughts on “[Rezension] “Der Ernährungskompass – Das Kochbuch” von Bas Kast”

  1. Liebe Ricy,

    Schon so oft habe ich überlegt, ob ich mir den Ernährungskompass zulegen soll – gerade, weil ich meine Ernährung nur zu gerne ein bisschen umstellen würde. :D
    Vielleicht kann ich mich nach deiner tollen Rezension dazu dann doch mal dazu bewegen, mir das Buch zuzulegen und drauflos zu kochen. :)

    Liebste Grüße,
    Ida

    1. Hallo Ida,

      Oh ja, da kann ich dir dieses Buch wirklich empfehlen! Obwohl mich die ganzen Diätfanatiker meist eher nerven, fand ich den Ernährungskompass wirklich unglaublich interessant! Die Ernährungsweise, die Bas Kast als gesund herausarbeitet, ist nämlich einfach gut machbar. Ich habe meine Ernährung zum Großteil nun dahingehend verändert und mir fehlt nichts (natürlich naschen ich noch hin und wieder oder gönne mir eine Portion Pommes) aber ich denke, das ist erlaubt, wenn man sich sonst gut ernährt :D ich fühle mich damit auf jeden Fall sehr gut!

      LG
      Ricy

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