Rezensionen

Rezension: “Fritz für alle Fälle – Katzenjammer” – Thomas Staack

Nachdem ich dieses Buch bereits letztes Jahr auf meinem Instagram-Account vorgestellt habe kommt nun (da mein Blog endlich fertig ist) auch eine ausführliche Rezension :) Vielen Dank an den Autor Thomas Staack für das Rezensionsexemplar!

FritzfüralleFälle_Cover

Titel: Fritz für alle Fälle
Autor: Thomas Staack
Verlag: Mbook (07. Juni 2016)
Preis (Taschenbuch): 9,99€
Preis (eBook): 2,99 €
ISBN: 978-9463186452
Seitenzahl: 200
zu kaufen auf Amazon
Der erste Eindruck: 4Sterne

Die Story: 3,5Sterne

Die Charaktere:4,5sterne

Die Erzähltechnik:3,5Sterne

Der Schreibstil: 3,5Sterne

Titel und Cover:4Sterne

Mein Fazit:  3,5Sterne3,8 Sterne

Eine interessante Zukunftsvision der Metropolregion Köln/Düsseldorf und eine oftmals lustige Detektivgeschichte mit unerwarteten Wendungen.

“Fritz für alle Fälle” ist der erste Krimi von Thomas Staack.
In dieser Geschichte geht es um Sebastian Fritz, der gerade in seinem Jurastudium gescheitert und nun auf der Suche nach einer neuen Perspektive ist. Bei seinem Besuch bei einer Arbeitsvermittlungsagentur entdeckt er eine Anzeige, in der ein Privatdetektiv gesucht wird und diese Idee lässt ihn nicht mehr los.
Es spielt in einem Köln/Düsseldorf der Zukunft, was es für mich als Kölnerin natürlich zusätzlich interessant macht!
Der neue Job führt Fritz nun auf der Spur eines Doppelmörders geradewegs in die sozialen Brennpunkte der neuen Stadt.

Schwer vorstellbar ist heutzutage eine Fusion der beiden Städte, bedenkt man die typischen (oft jedoch nicht ganz ernst gemeinten) Sticheleien zwischen Kölnern und Düsseldorfern. Unter Berücksichtigung der stetig anwachsenden Metropolregionen, ist ein Zusammenwachsen in (vielleicht gar nicht so ferner) Zukunft jedoch andererseits auch sehr plausibel. Und genau das war es, was mich ursprünglich dazu bewogen hat das Buch zu lesen.

Anfänglich hatte ich etwas Probleme in die Geschichte hereinzukommen und war erstmal enttäuscht, als klar wurde, um was für einen Fall es sich handelt. Das wurde aber schnell ausgeglichen durch die für mich sehr sympathischen Charaktere. Da ist zum einen Fritz selbst, dem ich anfänglich gerne selbst mal einen Tritt in den Hintern gegeben hätte, damit er sein Leben in den Griff bekommt. Das übernimmt dann zum Glück seine, wie ich finde, noch viel sympathischere Mitbewohnerin Charly. Die beiden haben, wie sich immer mehr herausstellt, auch eine ganz interessante Beziehung zueinander.
Auch die Science-Fiction-Elemente haben mir sehr gut gefallen und waren nicht so übertrieben ausgeschlachtet, wie es in Science-Fiction Romanen oft der Fall ist, sondern belaufen sich hauptsächlich auf Alltagsgegenstände und Fritz’ mysteriöses Helferlein, das ihm im Laufe des Buches zugespielt wird.
Nach ein paar Wendungen nahm aber auch der Fall eine interessantere Form an und Fritz blüht in seiner neuen Aufgabe richtig auf.

Die Erzähltechnik und der Schreibstil sind sehr einfach und stringent gehalten. Wir begleiten die Geschichte durchgehend durch einen personalen Erzähler aus Fritz’ Sicht. Es gibt keine großartigen Zeitsprünge oder Ortswechsel. Dies macht es zu einer sehr leichten Lektüre.
Der Schreibstil ermöglicht zudem eine gute Vorstellung von der Zukunft in der Fritz sich befindet, ohne sich mit großartigen Beschreibungen der technischen Errungenschaften dieser Zeit aufzuhalten, was eben sehr gut unterstreicht, dass diese einfach normal geworden sind. Ich finde zudem dass der lockere Schreibstil gut zu Fritz Charakter passt. Seine Gedanken und die Dialoge haben mich definitiv oft zum Schmunzeln gebracht. Etwas gestört haben mich die häufig eingefügten Songtexte und Verweise auf Herbert Grönemeyer. Dies ist aber definitiv Geschmackssache und es kommt wahrscheinlich sehr auf die musikalischen Vorlieben des Lesers an. Ich fand es nur etwas “einseitig”.

Zum Titel und Cover kann ich sagen, dass ich bei dem Titel “Fritz für alle Fälle” eigentlich eine Kindergeschichte, wie z.B. die Pfefferkörner erwarten würde. Es soll aber wahrscheinlich eher eine Anspielung auf die britische Krimiserie “Für alle Fälle Fitz” sein.
Der Untertitel “Katzenjammer”, der durch ein lustiges Wortspiel sowohl einen Hinweis auf Fritz’ Verfassung zu Beginn des Buches als auch auf den späteren Fall gibt, macht das für mich aber wieder wett. Das Cover finde ich eher unspektakulär, es zeigt, wenn ich das richtig vermute eine Rheinufer-Promenade, wahrscheinlich im heutigen Düssseldorf(?). Passt also ganz gut zum Setting. Die Farben finde ich, dadurch, dass es sich offenbar um ein Wärmebildfoto handelt persönlich etwas grell, aber auch passend zu einer Detektivgeschichte und es deutet durch den tiefroten Himmel schon auf eine “hitzige” Stimmung hin.

Insgesamt ist das Buch auch durch den schönen Schreibstil und die geringe Seitenzahl ein leicht lesbares und kurzweiliges Buch für zwischendurch. Die eigentliche Detektivgeschichte nimmt erst im Laufe des Buches an Spannung zu und hat ein interessantes Ende.
Auch wenn der Fall abgeschlossen scheint, gibt es zudem in gewisser Hinsicht ein offenes Ende, weshalb ich bestimmt auch den zweiten Band, der wohl noch dieses Jahr erscheinen soll, lesen werde. Ich hoffe zudem auf mehr Entwicklung der “Fritz-Charly-Beziehungsebene” da mir die kleine WG trotz der Kürze des Buches irgendwie ans Herz gewachsen ist.

Insgesamt gibt’s 3,8 Sterne von mir!

 

 

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