Hallo ihr Lieben,

der erste Monat des neuen Jahres ist vorbei und lesetechnisch war er bei mir sehr erfolgreich! Ich habe ganze 5 Bücher gelesen, sodass mir GoodReads tatsächlich sagte, dass ich meiner Leseplanung zwei Bücher voraus bin…das hatte ich noch nie! Es war auch tatsächlich ein Klassiker dabei, sodass ich auch meinen Vorsatz, mindestens einen Klassiker im Monat zu lesen, erfüllt habe. Nur mit der Bücherkaufbegrenzung auf höchsten zwei pro Monat hat es nicht so gut geklappt…es waren stattdessen sechs.

Gelesen

…habe ich diesen Monat:

“Unterleuten” von Juli Zeh
Ein wirklich gut gemachter Gesellschaftsroman, der kein Klischee auslässt und dabei gnadenlos ehrlich ist.

“Leere Herzen” von Juli Zeh
Da mir Unterleuten so gut gefallen hatte, habe ich mir direkt im Anschluss Juli Zehs neusten Roman vorgenommen: Leere Herzen. Alleine vom Thema her hatte ich erwartet, dass es mir noch besser gefallen würde als Unterleuten, dem war aber leider nicht so. Die Charaktere blieben mir zu schwach, der moralische Zeigefinger dafür zu sehr im Vordergrund. Trotzdem eine interessante Idee.

“The Time Machine” von H.G. Wells
Durch die neue Netflix-Serie Dark vom Zeitreisefieber angestachelt, habe ich mir als ersten Klassiker für 2018 dieses Science-Fiction- und Steampunk-Urgestein vorgenommen. Sprachlich (zumindest auf Englisch) zwar schwer zu lesen, aber Inhaltlich sehr interessant mit einer versteckten Gesellschaftskritik des 19. Jahrhunderts, die ich nicht erwartet hatte.

“Coraline” von Neil Gaiman
Seit ich vor einigen Jahren nachts beim schlaflosen Rumzappen auf die Wiederholung des Animationsfilms gestoßen bin, wollte ich das Buch lesen. Jetzt habe ich es endlich geschafft. Fantasievoll, gruselig und mit einigen klugen Gedanken konnte mich Coraline voll von sich überzeugen. Meiner Meinung nach nicht nur eine Gruselgeschichte für Kinder sondern auch eine nachdenkliche Erzählung für das Kind in jedem.

“Flugangst 7a” von Sebastian Fitzek 
Ein typischer Fitzek. Unglaublich spannend, unglaublich verwirrend, unglaublich…unglaublich?! Auf fast jeder Seite wartet ein neuer Twist und am Ende fragt man sich, was man da gerade eigentlich gelesen hat. Was ist wahr? Was ist Wahnsinn?

So und mit diesen Schätzen, kann ich tatsächlich schon 5 Bücher von meiner “Leseliste 2018” streichen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden!

Gesehen

Natürlich habe ich im Januar auch wieder einige Serien geschaut.

Zum einen wäre da die super schräge, super britische Serie “The End Of The Fucking World”. Für Fans von Serien wie Skins oder Misfits, die wie ich den trockenen, kaltschnäutzigen britischen Humor lieben, kann ich diese Serie nur empfehlen. Worum es geht? Es geht um zwei wütende Teenager, für die die Welt nicht schnell genug in Flammen aufgehen könnte. Er hält sich zudem für einen Psychopathen und fantasiert die ganze Zeit davon, sie blutrünstig umzubringen. Sie hingegen scheint ihn als Versuchsobjekt für erste sexuelle Erfahrungen nutzen zu wollen, natürlich beiderseits ohne jegliche Gefühle…oder? Jedenfalls hauen sie gemeinsam von Zuhause ab, fahren dabei das Auto seines Vaters zu Schrott, bringen (natürlich in Notwehr) jemanden um und sind dann auf der Flucht vor der Polizei…

Außerdem haben wir The Missing geschaut. Es geht um ein Ehepaar, dessen Sohn im Frankreichurlaub während der WM 2006 verschwindet. Acht Jahre später, das Paar natürlich getrennt und die Frau längst neu liiert, ist der Vater immer noch auf der Suche nach Hinweisen, was mit seinem Sohn geschehen sein könnte. Und er wird tatsächlich fündig…Ich musste, ehrlich gesagt, lange überlegen, bis mir einfiel, dass ich diese Serie noch gesehen habe…sie hat wenig Eindruck bei mir hinterlassen und hatte für mich sehr schwache und unsympathische Charaktere und ein eher unbefriedigendes Ende…

Dann haben wir noch The 100 angefangen…und erstmal abgebrochen. Das Thema finde ich zwar sehr spannend, aber sie ist mir irgendwie zu kitschig und unauthentisch gemacht. Da sind hundert Jugendliche von einer Raumstation auf die für unbewohnbar gehaltene Erde geschickt worden – ohne jegliches Proviant – und sie sehen nach mehreren Tagen und Wochen immer noch top geschminkt und frisiert aus. Ganz unabhängig davon, dass diese wenigen Überlebenden der Menschheit sowieso nur Nachkommen von irgendwelchen Supermodels sein können…schon nach wenigen Tagen finden sich unzertrennliche Paare und noch ein paar Tage später fängt das Liebesdrama an und es wird umeinander und miteinander getrauert und gestritten als wäre man seit Ewigkeiten zusammen, nur um sich dann in der nächsten Minute in das nächste Liebesabenteuer zu stürzen. Da sind mir so Endzeitszenarien wie The Walking Dead schon lieber, wo die Bedrohung, um die es geht, mehr im Vordergrund steht und Beziehungen sich langsam und mit einem für die Situation gesundem Misstrauen entwickeln.
Dennoch habe ich mit der Serie noch nicht ganz abgeschlossen und werde ihr bald nochmal eine Chance geben – das Thema interessiert mich einfach sehr.

Gehört

Ich bin wieder total im Pop-Punk-Fieber und höre momentan fast ausschließlich meine Lieblingsmusik aus den 00er-Jahren: Fall Out Boy, Jimmy Eat World, My Chemical Romance, Sum 41, The Offspring, Good Charlotte, Panic! At the Disco usw. Jedem, der dieses Genre (wenn man es denn als solches bezeichnen kann) ebenso liebt wie ich, dem kann ich nur die Spotify-Playlist “Pop Punk Powerhouses” empfehlen. Sie enthält für mich die wichtigsten Songs aus dieser Zeit!

So, das war mein medialer Januar…leider bin ich nicht so viel zum Bloggen gekommen, wie ich es mir gewünscht habe, da es auf der Arbeit viel zu tun gibt und ich ja auch wieder mit dem Sport angefangen habe. Deshalb bin ich nun mit den Rezensionen etwas in Rückstand und hätte noch soo viele Ideen für andere Beiträge…vielleicht schaffe ich über das Karnevalswochenende mal etwas mehr zu schreiben. Denn für mich als unkarnevalistische Kölnerin bedeutet Karneval einfach ein zusätzlicher freier Tag und viel Zeit für mich (wenn ich es wieder schaffe mich vor der ganzen Feierei zu drücken – etwas schwierig wenn man bedenkt, dass unser örtlicher Karnevalszug an unserem Haus vorbeigeht).

Hier noch kurz meine Neuzugänge…

  • The Time Machine – H.G. Wells
  • Faust I – Johann Wolfgang von Goethe
  • Flugangst 7a – Sebastian Fitzek
  • Lolita – Vladimir Nabokov
  • We Are Okay – Nina LaCour
  • A Madness So Discreet – Mindy McGinnis

Und meine last but not least meine

Leseliste für Februar:

Lolita – Vladimir Nabokov

Red Rising – Pierce Brown

We are okay – Nina LaCour

Kalte Haut – Martin Krist (welches morgen als Neuauflage erscheint – vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar!)

 

Welche Bücher haben euch den Januar versüßt? Und welchen Lesestoff nehmt ihr euch für den Februar vor? Ich freue mich über eure Kommentare!

Eure Ricy

 

 

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